Hoffnung auf Fortschritte in der Anti-Rassismus-Politik

Liebe Leser*innen,

gestern haben wir geschrieben, dass die Amtseinführung Bidens … und ohne die gewohnten Feierlichkeiten vonstattengehen werdenViel zu feiern gibt es aber dennoch!  

Deshalb wir wollen heute etwas ganz anders „highlighten“. Denn mit Joe Biden kommt nun auch ein komplett neues Kabinett ins Amt und vor allem: eine neue Vize-Präsidentin! 

Nach Trumps Amtszeit, in der seine Einwanderungspolitik katastrophal war und sich die soziale Ungleichheit im Land verschärft hat, haben die USA mit Kamala Harris nun eine Vize-Präsidentin, die, wie bereits Barack Obama vor ihr, ein neues Kapitel in der Geschichte ihres Landes schreibtAb heute haben die Amerikaner eine Afroamerikanerin, Tochter von Einwanderern und – ja, man sollte es immer wieder betonen – erste Frau im zweithöchsten Amt des Landes. Ihr Vater stammt aus Jamaika. Ihre Mutter wurde in Indien geboren. 

Ihretwegen erhoffen nun auch wir uns von dem Machtwechsel einen Auftrieb für die Anti-Rassismus-Bewegungen in den USA und eine bessere politische Haltung, die die Beseitigung des strukturellen Rassismus im Land vorantreibt. Denn sie weiß selbst ganz genau, wie es sich anfühlt, ausgegrenzt zu werden. 

So erwarten wir eine größere Unterstützung von sozialen Bewegungen wie Black-Lives-Matter und ein konsequentes Vorgehen gegen rassistisch handelnde und gewaltbereite Polizisten. Auch wird die neue amerikanische Regierung verabscheuungswürdige Vorfälle, wie die Nazi-Demo in Charlottesville oder die brutale Tötung von George Floyd, in Zukunft als solche bezeichnen und entschieden verurteilen müssendamit sich militante Hate groups nicht mehr bestärkt fühlen. 

Zu den zahlreichen Herausforderungen isozialen Bereich gehört auch die Benachteiligung von Minderheiten, gerade während der Corona Pandemie. Schwarze, Latinos und indigene Menschen leiden proportional viel häufiger an Corona und deren Folgen. „Dies ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis von strukturellem Rassismus, sagte Harris. 

Die Erwartungen, die auf die neue Vizepräsidentin zukommen, sind demnach enorm. Sie muss Haltung zeigen und effektiv gegen Diskriminierung und Rassismus vorgehen 

Übrigens: Ihr Name „Kamala“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Lotusblüte, welche als Sinnbild für Reinheit, Schöpferkraft und Erleuchtung steht. Wir hoffen, dass die zukünftige Vize-Präsidentin die gleiche abperlende Fähigkeit wie ihre Namensgeberin innehat und nicht verblüht.