Die Eritreische Frauengruppe wurde vor ca. 30 Jahren von damals aus Eritrea zu Zeiten des Unabhängigkeitskrieges geflüchteten Frauen gegründet und ist ungefähr genauso lange auch als Hausgruppe im IBZ existent. Durch die Beteiligung von Frauen am Kampf begann sich das Bild der eritreischen Frau in den 70er und 80er Jahren in der Gesellschaft zu ändern. Das Thema Gleichberechtigung stand immer mehr im Fokus und Frauen begannen sich in intensiv damit auseinanderzusetzen.
Dieses neu gewonnene Selbstbewusstsein beschränkte sich nicht nur auf die Gesellschaft in Eritrea, sondern wurde auch ins Exil mitgetragen, sodass sich fast überall auf der Welt, wo sich eine eritreische Gemeinde finden ließ, auch eine Frauengruppe existierte – So auch hier in Bielefeld.
Ziel der Gründung waren die gegenseitige Unterstützung und die Vermittlung von Heimatgefühl in der Fremde. Gerade letzteres war ein sehr wichtiger Faktor, da das neue Leben in der Diaspora mit vielen Hürden verbunden war, so dass sie daraus Stärke schöpfen konnten.
Derzeit zählt unsere Gruppe 9 aktive Mitglieder.
Bei unseren Treffen greifen wir Themen auf, die eritreische Frauen in der Diaspora und auch in Eritrea selbst betreffen.
Neben unseren regelmäßigen Treffen veranstalten wir zudem zwei Mal im Jahr Feiern im IBZ: Eine anlässlich des Internationalen Frauentags, um daran zu erinnern, dass der heutige Stand der Gleichberechtigung der Frau nicht als selbstverständlich angesehen werden sollte und ein bis heute nicht abgeschlossener Prozess ist, und die andere anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung, um das Augenmerk auf Personen – besonders Frauen – in Eritrea zu richten, die besondere Unterstützung bedürfen.
Neben den eigenen Treffen und Feiern beteiligen wir uns in unserer Rolle als Hausgruppe auch an zentralen Veranstaltungen des IBZ und freuen uns, dass uns damit eine Plattform geboten wird, um als Kulturbotschafter zu agieren.
E-Mail: eri_frauen_bielefeld@gmx.de
Treffen: Treffen: Jeden 1. Samstag im Monat, ab 15.00 Uhr, im Raum 5