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„Gleichberechtigt mit Kopftuch? Islamischer Feminismus als Antwort auf postkoloniale Diskriminierung und patriarchale Bevormundung“

Die „Stellung der Frau im Islam“ ist ein kontroverses Dauerthema in den Medien, der Politik und in islamischen Communities. Von Seiten der Mehrheitsgesellschaft wird Ihnen oft vermittelt, dass sie sich nur emanzipieren können, wenn sie auf Distanz zu ihrer Religion gehen, das Kopftuch ablegen und westliche Werte übernähmen. In ihren eigenen Communities und Familien wiederum müssen sie sich immer wieder gegen eingefahrene patriarchale Strukturen und männliche Korandeutungen behaupten.

In dieser Gemengelage zeigt der islamische Feminismus einen Weg auf, wie sich muslimische Frauen sowohl mit Hilfe des Koran emanzipieren als auch gegen Angriffe aus der Dominanzkultur zur Wehr setzen können.

Im Workshop sollen daher folgende Fragen und Inhalte fokussiert werden:

  • Was ist Islamischer Feminismus?
  • Feministische Koranauslegung und historische Kontextualisierung
  • Antimuslimischer Rassismus und Postkolonialismus
  • Wie kann Handlungsfähigkeit in eingeschränkten Handlungsräumen hergestellt werden?

Mit kurzen Inputs, Kleingruppen-Arbeiten und Reflexionsrunden wollen wir uns gemeinsam dem Thema nähern und in einen konstruktiven und produktiven Austausch treten.

UhrzeitThemenbereich
10:00 – 11: 00 Vorstellungsrunde /

Einstieg mit TN in das Thema (Wissen zum Themenbereich)

11:00 – 12:00Einführung: Was ist Islamischer Feminismus?
12:00 – 13:00Mittagspause
13:00 – 14:00Feministische Koranauslegung und historische Kontextualisierung
14:00 – 15:00Kampf an zwei Fronten: Rassismus/Postkolonialismus und islamischer Fundamentalismus
15:00 – 15:30Kaffee- Pause
15:30 – 16:30Wie kann Handlungsfähigkeit in professionellen eingeschränkten Handlungsräumen hergestellt werden?
16:30 – 17:00Austausch und Abschluss im Plenum

Referent*innen:

Lale Özisik; Erziehungswissenschaftlerin M.A. Staatlich anerkannte Kindheitspädagogin B.A. Arbeits- und Forschungsschwerpunkt: Qualitative Sozialforschung

Arnd Richter: Pädagoge und Sozialwissenschaftler. Lehrbeauftragter an der Universität Bielefeld und freier Referent. Arbeitsschwerpunkte: Islamischer, Schwarzer und weißer Feminismus, Postkolonialismus, Critical Whiteness und Rassismuskritik, transkulturelle Pädagogik, Identitätspolitik, Globale Gerechtigkeit, Klimapädagogik und Neue Rechte.

Wo: IBZ Saal
Teutoburger Str. 106
33607 Bielefeld

Anmeldung:

veranstaltung@ibz-bielefeld.de

0521-521-9041/0176-5682 9362