Selbstorganisierte Hausgruppen im IBZ

Das Internationale Begegnungszentrum Friedenshaus (IBZ) ist das zu Hause von ca. 25 internationalen, politisch und/oder kulturell aktiven Gruppen. Teilweise existieren diese Gruppen schon seit Bestehen des Hauses und/oder haben das IBZ sogar mit aufgebaut.

Die Hausgruppen nutzen das IBZ regelmäßig um sich zu treffen, zu diskutieren oder zu feiern. Teilweise werden auch Kinder in ihrer Muttersprache und in Tänzen und Kultur der Herkunftsregion unterrichtet.
Alle drei Monate treffen sich die Hausgruppen, um alle Angelegenheiten, die sie betreffen, selbst zu regeln und sich untereinander zu vernetzen

AfroEdu e.V.

Aufwärts durch Bildung
Im Verein AfroEdu e.V. haben sich Menschen der afrikanischen Diaspora und Menschen afrikanischer Herkunft zusammengefunden, um afrikanische und afro-deutsche Kinder und deren Eltern in ihren Bildungs- und Integrationsprozessen zu unterstützen.

Für viele internationale Familien ist das deutsche Bildungssystem ein neues und fremdes Terrain, das viele Herausforderungen birgt: Sprache, Schulformen, soziales Umfeld, Berufsorientierung sind nur einige der Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind und, die häufig zu Missverständnissen, Konfliktsituationen und schlechten Schulleistungen führen.

Ziel des Vereins AfroEdu ist es deshalb die herkunftsbedingte Benachteiligung afrikanischer und afro-deutscher Kinder durch begleitende und vermittelnde Tätigkeiten auszugleichen.

AK Asyl e.V.

Weltweit befinden sich mehrere Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung und Gewalt. Die meisten Flüchtlinge fliehen innerhalb ihrer eigenen Länder oder aber in die Nachbarländer. Nur eine verschwindend geringe Anzahl von ihnen sucht Schutz vor Verfolgung in Deutschland, wo sie mit wachsender Intoleranz und einer äußerst restriktiven Asylpolitik konfrontiert werden. Der AK Asyl e.V. wurde Ende 2006 gegründet, um Flüchtlinge darin zu unterstützen, sich gegen diese Politik der Ausgrenzung zu wehren.

Der AK Asyl e.V. bietet Flüchtlingen mit unsicherem Aufenthaltsstatus professionelle Einzellfallberatung bei ihren asyl-, aufenthalts- und sozialrechtlichen Fragen an. Im AK Asyl arbeiten sowohl hauptamtliche wie freiwillig Engeagierte zusammen. Ausgehend von dem Verständnis der Beratung als eine Form der Selbstermächtigung geht es uns in erster Linie darum, zusammen mit den betroffenen Flüchtlingen Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, um sich gegen ablehnende Bescheide zu wehren. Durch unsere professionelle Beratung und der zusätzlichen Bereitstellung von Unterstützungsstrukturen bei sozialen, psychischen, gesundheitlichen und persönlichen Problemen, können Flüchtlinge ihr Anliegen gegenüber den Behörden und Organisationen vorbringen und damit ihre Rechte einfordern. Auf Wunsch der Flüchtlinge suchen wir hierfür auch die Kooperation und den Kontakt zu/mit ÄrztInnen, RechtsanwältInnen, LehrerInnen, Verwandten, VermieterInnen, NachbarInnen, ArbeitgeberInnen.

Für eine optimale Unterstützung im Einzelfall und Versorgung von UnterstützerInnen, MultiplikatorInnen, Flüchtlingsgruppen und Verantwortliche mit den für sie interessanten Auskünften recherchieren wir Informationen zu den Herkunftsländern sowie aufenthaltsrechtlichen und sozialen Fragen und arbeiten diese auf. Dazu zählt auch die Herstellung von Kontakten zu Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen in den Herkunftsstaaten.

Über die Einzelfallberatung hinaus engagiert sich der AK Asyl e.V. in vielfältiger Weise für die Belange von Flüchtlingen. Unsere Arbeit beinhaltet die Information und Unterstützung von MultiplikatorInnen und die Zusammenarbeit mit selbstorganisierten Flüchtlingsgruppen, Unterstützernetzwerken und Einzelpersonen. Darüber hinaus wird der AK Asyl Veranstaltungen zu flüchtlingsrelevanten Themen initiieren und organisieren. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an eine breite Öffentlichkeit und die politisch Verantwortlichen, um auf die Menschenrechtsverletzungen im Bereich Flüchtlingspolitik aufmerksam zu machen. Gleichzeitig bieten wir aber auch rechtlich orientierte Fortbildungen an, die sich an die die UnterstützerInnen richtet.

Kontakt
AK Asyl
Kavalleriestr.26
33602 Bielefeld
Tel: 0521-78715240
Fax: 0521-78715293
E-Mail: AKAsyl@gegenAbschiebehaft.de

ARASGUI e.V.

ARASGUI e.V.ist ein Verein guineischer Staatsbüger, Freunde und Sympatisanten von Guinea.

Der Verein vernetzt Menschen aus Guinea, die in Bielefeld und Umgebung leben.
Die Treffen finden regelmäßig am 1. Sonntag im Monat ab 15 Uhr im IBZ statt.

Bayanihan Pilipino e.V.

Der Bayanihan Pilipino e.V. ist im April des Jahres 1990 gegründet worden, um einerseits deutsch-philippinische Freundschaften zu festigen und enger zusammenzuknüpfen, andererseits aber auch, um die philippinischen Kinder, die hier in Deutschland geboren wurden und/oder groß werden, mit der philippinischen Kultur und dem philippinischen Leben vertrauter zu machen. Wir, der Bayanihan Pilipino e.V., haben momentan ca. 50 Mitglieder, deutsche und philippinische, größtenteils aber philippinische.

Wir treffen uns jeden Freitagnachmittag im IBZ, um zusammen zu sein und zu reden. 1995 haben wir angefangen, alljährlich ein Projekt in unserem Heimatland Philippinen zu starten, wie zum Beispiel die Fertigstellung einer überdachten Bushaltestelle oder ein Basketballfeld mit Körben.

Eritreische Frauengruppe

Vor fast 20 Jahren hat sich die Eritreische Frauengruppe gebildet und genau so lange ist sie auch schon Hausgruppe im IBZ. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat und organisiert auch schon seit Jahren Kurse in Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Bildungswerk (IBF) zu Themen wie den Folgen des Krieges in Eritrea und der Situation eritreischer Frauen in Deutschland. Außerdem wird von den Frauen zweimal im Jahr eine Feier organisiert.

Die Eritreische Frauengruppe unterstützt auch Projekte in Eritrea. So konnte mit ihrer Hilfe vor zwei Jahren in Eritrea ein Haus gebaut werden, in dem in Zukunft unter anderem Nähkurse für Frauen durchgeführt werden sollen. Zurzeit steht das Haus allerdings noch leer und es werden Spenden für Nähmaschinen gesammelt.

Ein Wunsch der eritreischen Frauengruppe ist es, mehr jüngere Frauen dazu motivieren zu können, bei ihnen mitzumachen.

Eritreische Gemeinde

Seit über 20 Jahren ist die Eritreische Gemeinde ein Bestandteil des IBZ. Wir sind uns der Tatsache sehr bewusst, dass das IBZ eine Plattform ist, in der die Unterschiede und die Vielfalt der Gruppen ihren Platz haben. Verschiedene Kulturen, Herkünfte und Schwerpunkte der Arbeit existieren wie in einem Mosaik harmonisch neben- und miteinander.

Für Leitbilder des IBZ Friedenshaus – wie das Engagement für die Belange der in- und ausländischen Mitbürger, das Recht der Flüchtlinge und Minderheiten, für eine menschlichere multikulturelle Gesellschaft und gegen Menschenrechtsverletzungen und Fremdenhass – steht auch die Eritreische Gemeinde gerade. Durch Veranstaltungen (Filme, Ausstellungen, Informationsabende, Musik und Tänze) konnten wir in den letzten Jahren viele Freunde gewinnen. Im IBZ und in Zusammenarbeit mit dem Welthaus haben die EritreerInnen für Freiheit und Selbstbestimmung hart gearbeitet. Heute versuchen sie, das Land zu bebauen und Frieden in Eritrea zu wahren.

Über 60 erwachsene Mitglieder hat unsere Gemeinde. Ihre Aktivitäten richten sich – neben den oben genannten Veranstaltungen – aber auch an die in Deutschland geborenen Kinder und Jugendlichen.

Arbeitsschwerpunkte sind:

Muttersprachlicher Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Vermittlung des "abc" der eritreischen Kultur an die hier Geborenen

Unterstützung von Wiederaufbauprojekten in Eritrea

Mitwirkung bei der Gestaltung der IBZ-Aktivitäten

Initiative gegen Ausgrenzung (IGA)

Die IGA setzt sich intensiv mit Rassismus auseinander und will durch die Thematisierung und Analyse von staatlichem und individuellem Rassismus gesellschaftliche Veränderungen bewirken.

Im Kampf gegen Rassismus und Sexismus wird es immer wichtiger, MigrantInnen in ihren Kämpfen gegen Illegalisierung und für ihr Recht, überhaupt Rechte zu haben, politisch und praktisch zu unterstützen. Deshalb rufen wir dazu auf, MigrantInnen bei der Ein- und Weiterreise zu unterstützen, ihnen Arbeit und Papiere zu beschaffen und medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles Überleben zu gewährleisten. Denn kein Mensch ist illegal!

Interkultureller Elternverein MOZAIK

Der Interkulturelle Elternverein MOZAIK e.V. setzt sich aus 21 Männer und Frauen zusammen, die sich das zielgruppengerechte (u.a. zweisprachige) Ansprechen von Eltern mit Migrationshintergrund und Deutsch-Sprachproblemen als Ziel gesetzt haben.
Viele Eltern mit Migrationshintergrund sind nur schwer für die Schularbeit zu erreichen.

Dafür gibt es mehrere Gründe:

Geringes Wissen über das Schulsystem

Ängste vor staatlichen Einrichtungen

Deutsch-Sprachprobleme

Mögliche Gründe der Schule:

Geringes Wissen über die Migrationshintergründe und das Schulsystem des Herkunftslandes

Keine interkulturellen Konzepte der Schulen (Trotz ca. 50% Kinder mit MH aus unterschiedlichen Ländern)

Kommunikationsprobleme bei der Ansprache der Eltern mit Deutsch-Sprachproblemen

Internationales Volkshaus

Das internationale Volkshaus wurde 1990 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein.

Inhalte der regelmäßigen Treffen sind:

Soziale und kulturelle Aktivitäten wie Theater und Folklore

Seminare und Diskussionen zu Themen wie Lebensbedingungen von MigrantInnen in Deutschland, soziale Probleme von MigrantInnen, Diskriminierung und Benachteiligung

Kurdischer Kulturverein

Den Kurdischen Kulturverein gibt es seit 1996.

Zweck des Vereins ist die Förderung des Kulturaustausches zwischen KurdInnen und anderen in Deutschland lebenden Volksgruppen, gemeinsame Freizeitgestaltung sowie Beratung und Unterstützung der Mitglieder bei der Bewältigung ihres Lebens.

Der Satzungszweck wird verwirklicht durch eine sich regelmäßig treffende Gruppe, die sich aus den Mitgliedern des Vereins zusammensetzt und kulturelle Veranstaltungen plant und durchführt. Beratung und Unterstützung der Mitglieder in Lebensfragen wird durch Informations- und Erfahrungsaustausch gegeben. Die Mitglieder feiern zusammen die Kurdischen Feste und begehen gemeinsam Gedenktage wie den Jahrestag des Giftgasanschlages von Halabja.

Kültür Evi

Der Verein hat 42 Mitglieder. Sein Ziel ist es, das freundschaftliche Zusammenleben zwischen Ausländern und Deutschen in gleichberechtigter Form zu fördern. Dabei sucht er die Zusammenarbeit mit allen Gruppen und Organisationen, die die gleichen Ziele haben.

Die Aktivitäten des Vereins:

Durchführung von Aktivitäten wie Folklore, Theater, Chor, Musik usw.

Veranstaltung von Kulturaktivitäten und Festen;

Durchführung von Seminaren, Vorträgen, Diskussionen über die Lage und Probleme der ausländischen und deutschen Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland

Sportliche Angebote und die Zusammenarbeit mit Sportvereinen

Kampf gegen jede Art von Rassismus, Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit

Zusammenarbeit zur Verbesserung der wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Probleme der deutschen und ausländischen Bevölkerung und Solidarität

Kampf gegen die Diskriminierung der Frauen

Kampf gegen jede Art von Reaktion (aus der Türkei stammende Reaktion mit eingeschlossen)

Engagement und Kampf für die Gleichberechtigung der Einwanderer auf allen Ebenen

Arbeitsgebiete können durch Beschluss der Mehrheit der Vereinsmitglieder erweitert werden.

Mitglied kann jeder Mensch werden, der in Bielefeld oder Umgebung wohnt, über 16 Jahre alt ist und die Satzung in ihrer schriftlichen Form anerkennt.

Multikultureller Verein

Der Multikulti-Verein wurde 2002 gegründet. Die Mitglieder stammen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen (Brasilien, Kroatien, Mauretanien, Tansania, Südafrika, Mozambique, Deutschland, Martinique u.v.a.) um gemeinsam multikulturelle Projekte auf die Beine zu stellen. Wir veranstalten z. B. Lesungen, Trommelkurse, Kochkurse, verschiedene Kinderprogramme und Informationstage.

Wir freuen uns über jeden, der Interesse hat bei uns mitzumachen. Wir treffen und einmal im Monat.